Geh aus mein Herz

Vom Tageshimmel hängen lauter Möglichkeiten,

ich schau vom Boden auf in ihre Blütenköpfe.

Von winzig klein bis tellergroß, Gelegenheiten!

Die blüh´n nur heute, fallen nachts dann in die Töpfe,

auf denen steht „Verpasst“ und „Nicht genutzt“ und „Schade“…

Wie Abfalleimer steh´n sie unter Straßenbäumen,

verströmen eine faulige Geruchs-Parade,

durchsetzen damit meine prallen Lebensträume.

Um Mitternacht geh´n Schatten auf den Bürgersteigen,

die schlucken leise all die ungebrauchten Gaben.

Es ist ein dunkler stiller Müllentsorgungsreigen.

Bei Sonnenaufgang hocken auf den Rändern Raben.

Ich habe sie mit einem lauten Schrei vertrieben!

Der sprang mir aus der Kehle heute beim Erwachen.

„Der Tag gehört jetzt mir!“, so hat mein Herz geschrieben

Geh aus, mein Herz, und lass es herrlich krachen!

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