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Category: Spirit

Frohes Neues!

Frohes Neues!

Als mein Mann und ich um Mitternacht mit den Sektgläsern anstießen, kamen mir die Tränen. Gottseidank, dieses Jahr ist vorbei. Und das Neue 2023 begann gleich mit bombenartigem Lärm, der nicht nur Hündin Ella schockartig in den Keller trieb. Am Haus fuhr kurz danach die Feuerwehr vorbei. Tatütataa. Welch ein Beginn. Am Himmel sprühten Feuerwerksblumen, am Baum im Garten baumelten eine Lichterkette und mehrere lange Wunderkerzen. Frohes Neues! Natürlich gab es auch die wunderschönen Momente im nun vergangenen Jahr. Meine…

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Spiel mit der Scham

Spiel mit der Scham

Wie lange geht das nun schon, dieses Spiel mit der Scham? Das mit Unwissenden gespielt wird, die nicht sehen, die dem Spiel wehrlos ausgesetzt sind, die in ein Spielsystem gesteckt wurden wie in einen zu engen Sonntagsanzug, das in seiner Auswirkung schwer zu durchschauen ist. Weil die Spielregeln verheimlicht werden… Ich spüre das nur als: Oh, ich muss noch dies und das lernen, tun, besser können, sagen, kaufen… und DANN genüge ich endlich. DANN bin ich akzeptiert, DANN bin ich…

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Licht im Advent

Licht im Advent

Es gibt dieses bekannte Schwarzweißbild mit den beiden zueinander schauenden Gesichtern. Sieht man lange genug darauf, verändert sich automatisch die Wahrnehmung. Plötzlich ist das, was man sieht, eine Vase. Die Linien von Stirnen, Nasen, Mündern und Hälsen ergeben eine Vase. Plötzlich ist sie zu sehen, plötzlich ist sie da. Nein, sie war immer da. Wir können aber nicht mehrere Bilder gleichzeitig wahrnehmen, nur nacheinander. Vorhanden sind sie gleichzeitig. Der Wechsel zu den beiden Gesichtern und wieder zur Vase gelingt dann…

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Im Herzen. Alle eins.

Im Herzen. Alle eins.

Liebe Mitmenschen, lange hab ich überlegt, hier wieder zu schreiben. Jetzt, in dieser irre verrückten Zeit. Und ja. Genau jetzt. Gedanken teilen, Fragen stellen, Gefühle… die schießen als Wogen bei jedem Antippen derart hoch, und ich frage mich, ist das gut fürs Herz? Schauen wir noch aufs Herz? Es ist so einfach geworden, sich zu entrüsten, zu verachten oder verächtlich zu machen. Es ist so einfach, mit den Ängsten der Anderen zu spielen, womöglich noch Witze darüber zu machen. Unsere…

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Nach Hause kommen – der letzte Teil einer Reise

Nach Hause kommen – der letzte Teil einer Reise

April. Letzter Sonntag. Die letzten Bloggs waren im Dezember, im letzten Jahr. Fünf Monate Schweigen. Was ist passiert? Unaussprechliches? Ich hätte etwas nicht sagen dürfen. Nicht öffentlich, als Blogg. Sagte jemand, den ich nie sah. Auf dessen Gelände ich unterrichtete. Nein, nicht sein Gelände, es war gemietet, für die syrischen Flüchtlinge. Und ich wurde des Hauses verwiesen, aufgrund meiner letzten beiden Bloggs. Weil etwas darin stand, was jeder wusste, was in den Zeitungen gestanden hatte: Dass in der Barther Jugendherberge…

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Weil es möglich ist.

Weil es möglich ist.

Unsere Jüngste sagte gestern: „Neuerdings steh ich auf Schwarzweiß.“ Die aktuellen Modefarben sind bei der Sechzehnjährigen nun auch angekommen. Cardigans, Shirts, Hosen, Schuhe, Schals… Und der neue Trend für Erwachsene: Mandalas oder Mustermalen in Schwarzweiß. Klar, es gibt sie, die positiven Dinge in diesen Farben, das hübsche Geschenkpapier eines schwedischen Möbelhauses, die Tasten meines Pianos, die Kleidung bei klassischer Musik (Solisten ausgenommen). Die andere Seite dieses Phänomens ist derzeit Hauptthema, ob privat oder öffentlich. Man spricht auf Partys, in der…

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Sehnsucht und Meer

Sehnsucht und Meer

Der Frühling ist hier lange kalt in diesem Jahr. Die Bäume haben sich Zeit gelassen mit blühen und grünen. Stiefmütterchen und Hornveilchen stehen auf dem Markt in den Kübeln oder auf Fensterbänken. Am Strand vorne pfeift kalter Wind. Ich frage mich, was es auf sich hat mit dem Ans-Meer-Ziehen-Wollen. Was steckt dahinter? Auch Gregor Gysi sagte im Barther Theater: Wenn ich mal aus Berlin wegziehe, dann ans Meer. Ja, und dann? Spazierengehen am Strand wird mit der Zeit seltener. Und…

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Verwandlung

Verwandlung

Sonne und Meer. Nur wenig Wind. Viel Licht. Farben: Blau, Türkis, Waldgrün, Sandgrau. Auf der Wiese vor dem Abzweig nach Zingst stehen Schwäne, Graureiher, Gänse, in der klaren Luft die Möwen. Am Strand das Geräusch sanfter Meereswellen, die am Ufer enden. Temperaturen über null Grad, ein idealer Sonntag. Ein Traum von Wintersonntag. Mein Hund zeigt sein Glück in Tänzen, wie aufgedreht, und jagt dem geworfenen Ball nach. Schöne Gespräche mit einem lieben Menschen, Goethes Fee zum Beispiel, vor diesem Bild….

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Auf Empfang

Auf Empfang

Hin und wieder, manchmal, immer öfter jetzt, geschehen Dinge, die fassungslos machen. Sprachlos, wortlos. Mich jedenfalls. Es geschieht und ich kann es nicht glauben. Verdrängen ist der erste menschliche Zug. Aber dann kommt der Punkt, an dem Verdrängen nicht mehr geht, das Unglaubliche kommt so nahe, trifft, betrifft. Es gibt Tote, siebzehn Tote. Da gehen Millionen auf die Straße. Zeigen ihre Fassungslosigkeit, ihr Mitgefühl, ihre Nähe. Und es gibt Tote, Tausende, Millionen, die langsam sterben, in Folter, Vergewaltigung, im Flüchtlingscamp…

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Leben zwischen Extremen.

Leben zwischen Extremen.

Es ist kalt heute, ein eisiger Wind unter der Sonne. Den Hund stört es nicht, er hüpft wie ein Flummy vor dem Schilf am Deich entlang und jagd seinen Schatten. Wer jetzt dort spazieren geht, ist kein Urlauber mehr. Auch die Dörfer auf der Insel sind leer jetzt. Es wird renoviert oder mal ausgeschlafen. Der Strand ist sonnig und kalt und leer. Ausatmen. Ort der Grenzen. Grenze zwischen Land und Wasser, zwischen Festland und Insel, zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen…

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