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Category: Barth

Ein goldener Fehler

Ein goldener Fehler

Ich habe einen Fehler gemacht. Erst jetzt nach anderthalb Jahren fällt der Vorhang und die Erkenntnis ist sichtbar. Erst jetzt… Nicht dass ich damals in Barth nach dem Hausverbot wieder zum Unterricht gegangen war, aber dass ich mir das Schreiben dieses Bloggs hatte verbieten lassen, war ein Fehler. So manches Mal hatte ich in den letzten Monaten gedacht: Das wäre ein Thema für den Blogg. Nur das Schreiben hatte sich mir entzogen. Der Schock dieser Geschichte mit dem Flüchtlingsunterricht in…

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Nach Hause kommen – der letzte Teil einer Reise

Nach Hause kommen – der letzte Teil einer Reise

April. Letzter Sonntag. Die letzten Bloggs waren im Dezember, im letzten Jahr. Fünf Monate Schweigen. Was ist passiert? Unaussprechliches? Ich hätte etwas nicht sagen dürfen. Nicht öffentlich, als Blogg. Sagte jemand, den ich nie sah. Auf dessen Gelände ich unterrichtete. Nein, nicht sein Gelände, es war gemietet, für die syrischen Flüchtlinge. Und ich wurde des Hauses verwiesen, aufgrund meiner letzten beiden Bloggs. Weil etwas darin stand, was jeder wusste, was in den Zeitungen gestanden hatte: Dass in der Barther Jugendherberge…

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Darüber reden – sofort.

Darüber reden – sofort.

Der Knoten hat sich gelöst, und darüber bin nicht nur ich glücklich. Dachte ich gestern noch, es sei Arroganz, so weiß ich heute, es ist Unsicherheit, falsche Höflichkeit, die dafür sorgten, dass sich der Unterrichtsraum leerte. Ich habe es angesprochen, gleich heute früh. Was ist los? Wo sind die Anderen? Warum ist der Kurs so leer? Und sie haben meinen Ärger deutlich gespürt. Es ist ihnen zu schwer, sagte einer schüchtern. Sie verstehen es nicht. Sie können kein Englisch, sie…

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Noch ein Wunder…

Noch ein Wunder…

Seit heute ist es also offiziell. Wir gehen zurück nach Hause. Die Stadt der Könige hat ihren neuen Tourismus-Geschäftsführer der Presse vorgestellt. Das Warten hat sich gelohnt. Sowieso. Es ist das Beste überhaupt! Nein, nicht ganz. Da ist vor einer Woche ein neues kleines Mädchen auf die Welt gekommen, mein Enkelmädchen Henni, und ich bin seitdem ganz verliebt in sie. In ihr zartes kluges Gesichtchen.. Alles Liebe für Mama, und Kind, für den Papa und den großen Bruder! Und ich…

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Wunder, unverhofft

Wunder, unverhofft

Was für ein sonnig warmer Tag. Er geht zu Ende, wie auch das Jahr vergeht. Es ist dunkel geworden, und unser alter Kater, der beinahe zwanzig ist, liegt im dunklen Zimmer auf dem Bett, will nicht mehr fressen. Ohren und Nase so kühl. Traurig bin ich. Es heißt, wenn sich etwas in der Familie stark verändert, geht ein Haustier. Schon eine Weile war er mit Reisevorbereitungen beschäftigt, lag auf einem Handtuch auf den Küchenfliesen, wollte nichts mehr so richtig. Vielleicht…

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Nur noch das Herz..

Nur noch das Herz..

Während hier in Barth der Tag des offenen Denkmals stattfand, wurde in Berlin beschlossen, bestimmte Grenzen zu schließen. Während im Eingang der Kirche die Gesangbücher zum Gottesdienst von einer jungen syrischen Muslimin ausgegeben wurden – sie kommt jeden Sonntag den weiten Weg her gelaufen – bekommen die Flüchtlingsmassen in den südeuropäischen Lagern Wasserflaschen und Essen ins Gedränge geworfen wie bei einer Meute hungriger Hunde. Während sich Vertreter der Partnerkirchen aus aller Welt in Mecklenburg Vorpommern treffen und zu verschiedenen Gottesdiensten…

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Aber das Herz…..

Aber das Herz…..

Gleich mehrfach fließen Ströme an die Küste. Urlauber, Feriengäste einerseits, die auch direkt in die Küstenorte mit ihren Autos fahren, und Flüchtlinge, Asylbewerber andererseits, die aus den Erstlagern mit Bussen im ganzen Land verteilt werden. Auch nach Barth, Tribsees, Stralsund, Ribnitz-Damgarten. Das zunehmende Drama mit den Flüchtlingen greift immer mehr ins tägliche Leben ein. Was ich gesehen habe: Chaos. Hilflosigkeit. Auf Seiten der Ämter genauso wie auf Seiten der Fremden. Mir ist dabei die Sprache der Ämter oft fremder als…

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Arm – nicht nur an Geld

Arm – nicht nur an Geld

Frühling im Norden. Wir haben zu Ostern Farben vor die Fenster gesetzt. Primeln, Hornveilchen, Efeu, in Orange, Gelb, Zartlila, Weiß, Nachtblau, Grün. Der Blick saugt sich fest am bunten Leben. Autokennzeichen aus ganz Deutschland, aus Schweden, der Schweiz, Familien, die über den Markt schlendern, Rucksäcke auf dem Rücken. Unsere graue Fassade mit geputzten Fenstern und Farbtupfern. Weiß, Grün, Orange. Urlauber, die mit Kind und Hund im Sonnenschein am Meer spazieren gehen. Die Idylle ist keine. Was die Besucher erholsam finden,…

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Glück geht überall…

Glück geht überall…

Der Frühling kämpft sich durch. Sonne, Sturm, Regen, alles unstet. Schnee sogar. Kalte zwei Grad zu Ostern. Die Uhren sagen Sommerzeit seit einigen Tagen. Die Körper glauben es noch nicht, das Wetter erst recht nicht. Kalt draußen, ob am Bodden oder am Bodensee. Zwei entgegengesetzte Enden Deutschlands. Hier wie dort ist es kalt jetzt. Hier wie dort bestimmen Möwen das Luftbild oder die Geräusche am Wasser. Am Bodden wie am Bodensee sieht man ein Ufer in der Ferne, abends mit…

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Weitblick

Weitblick

Sonne und Grau wechseln sich ab. Nachts Minusgrade, tagsüber plus. Eine mühsame Jahreszeit, diese fünfte. Fasching oder krank, das ist hier die Frage. Immerhin schafft es die Sonne schon wieder bis ins Wohnzimmer, was im Dezember und Januar nicht dran war. Die Schwäne fliegen nach wie vor in kleinen Gruppen über die kleine Stadt. Vielleicht, weil Flugzeuge jetzt selten sind. Der kleine Flughafen hat erst in den helleren Monaten wieder Betrieb. Was für die Lungen gut ist, muß für die…

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